Samstag, 13. Februar 2016

smile

"You were a barista, you guys smile even if you are not feeling like it. Professional actors sometimes."


Ich mag es, neue Menschen kennenzulernen. Manchmal. Gespräche mit Menschen inspirieren mich zu Texten, lassen mich über mich und meine Gefühle reflektieren, ohne dass ich sie teilen muss.

Aber er hat Recht mit seinen Worten. Unabhängig vom Job, aber doch überwiegend in der Gastronomie, setzen wir unsere Maske auf. Die Gäste sollen ja sehen, dass es uns Spaß macht, was wir für sie tun. Und auch jeder andere soll denken, dass es uns gut geht. So laufen wir mit unseren Fake-Smiles durch die Gegend, täuschen unsere Umwelt und uns selbst. Nie würden wir zugeben, wie es wirklich um uns steht. Unsere Ängste teilen, unsere Träume teilen.

Was macht es uns so schwer, zu uns zu stehen? Einfach zu sagen "schau mich an, mir geht's beschissen!" Es ist die Schwäche, die man vor sich selbst und vor anderen eingesteht, das macht schwach und verwundbar. Man schämt sich für Tränen, für zu offene Worte, für die eigene Verletzlichkeit. Wie soll auch irgendjemand verstehen können, wie es mir geht? Schweigen ist einfacher.

Und jetzt setze ich mein Lächeln auf und geh raus in die Welt.

"Cool, finally my job is done. I can return to the bat-cave know. I've inspired Carina."


Danke.

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